Patrick Gessner findet deutliche Worte, wenn er über die SV Elversberg II spricht: „Das ist keine Saarlandliga-Mannschaft“, so Gessner in der Saarbrücker Zeitung. Der Trainer des Saarlandligisten des FC Palatia Limbach bereitet sich mit seinem Team auf eine anspruchsvolle Aufgabe vor, wenn am Montag, den 6. April 2026 um 15:00 Uhr der Spitzenreiter im heimischen Stadion gastiert und nur noch einen Schritt von der Meisterschaft entfernt ist. Die Erinnerung an das Hinspiel ist dabei noch präsent, schließlich musste der FC Palatia Limbach damals eine klare 0:5-Niederlage hinnehmen. „Wenn du eine Mannschaft mit dieser hohen Qualität in Gefahr bringen willst, musst du alles raushauen, was irgendwie geht. Und umgekehrt darf ein solcher Gegner nicht seinen allerbesten Tag erwischen“, meint Gessner.
Während die SV Elversberg II unter der Woche ihre Ambitionen eindrucksvoll untermauerte und den Tabellenvorletzten des SV Bliesmengen-Bolchen mit 3:1 bezwang, konnte der FC Palatia Limbach Kräfte sparen. Die Partie gegen die SF Köllerbach wurde auf Mittwoch, den 13. Mai 2026 verlegt, da in Köllerbach zeitgleich das Saarlandpokal-Viertelfinale stattfand. Dort traf der Verbandsligist FC Kandil Saarbrücken auf den Drittligisten 1. FC Saarbrücken und unterlag deutlich mit 0:8. Für den FC Palatia Limbach entwickelte sich der Spieltag dennoch positiv, obwohl man selbst nicht im Einsatz war. Der Tabellenzweite des FSV Jägersburg musste sich beim FV Schwalbach mit 0:3 geschlagen geben, während der drittplatzierte 1. FC Saarbrücken II bei der DJK Ballweiler-Wecklingen eine 1:2-Niederlage hinnehmen musste. Damit rangiert der FC Palatia Limbach aktuell als Tabellenfünfter fünf Punkte hinter dem FSV Jägersburg, hat jedoch noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Der zweite Tabellenplatz berechtigt zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation.
Gessner selbst richtet den Blick jedoch nicht auf mögliche Szenarien in Richtung Oberliga: „Ganz ehrlich: Mit der Oberliga befasse ich mich definitiv nicht. Zum Einen können wir nur unsere Spiele beeinflussen. Zum Anderen kann es in der Tabelle hinter den Elversbergern von Spieltag zu Spieltag zu großen Verschiebungen kommen, weil es sehr eng zugeht“. Tatsächlich liegen zwischen dem zweiten und dem achten Rang lediglich sieben Punkte, was die enorme Ausgeglichenheit der Liga unterstreicht.
Abseits des Platzes hat der Trainer des FC Palatia Limbach frühzeitig die Weichen für die Zukunft gestellt und seinen Vertrag verlängert. Damit geht er in seine neunte Saison an der Seitenlinie. Veränderungen gibt es hingegen im Trainerteam: Künftig werden Tim Mohr, aktuell noch Spieler, sowie Dennis Fuß vom Verbandsligisten SV Kirrberg als Co-Trainer fungieren. Matthias Kuhn hatte sein Amt bereits Ende 2025 aus persönlichen Gründen niedergelegt. „Derzeit übernimmt Tim Mohr bereits einige Aufgaben rund um die Mannschaft, ehe er im Sommer einer der Co-Trainer wird“, erklärt Gessner.